Die Zeit der Corona-Krise

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nyra
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Re: Die Zeit der Corona-Krise

Beitragvon nyra » Di 4. Aug 2020, 23:40

Schweinegrippe? Alter Käse! Nein, ist es nicht. Die Dokumentation "Profiteure der Angst", damals vom NDR in Auftrag gegeben, ist beklemmend aktuell. Leider ist das Bild fast unzumutbar schlecht, aber man muß ja nicht dauernd hinschauen – immer mal ein Blick, wenn eine neue Stimme zu hören ist, um im Untertitel zu lesen, wer da spricht, das reicht. Heute würde jedenfalls kein öffentlich-rechtlicher Sender mehr so einen Bericht veröffentlichen.

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Joa
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Re: Die Zeit der Corona-Krise

Beitragvon Joa » Mi 5. Aug 2020, 04:49

Wie sich die Vorgänge gleichen! :shock: Ich habe mir den Film zwar nur 10min lang angesehen, doch man weiß auch dann Bescheid! Da kann man Trump nur recht geben, dass er die Zahlungen Amerikas an die WHO einstellen ließ und aus diesem Verein austritt! Als winziges Rädchen hat man allerdings keinen wirklichen Durchblick und es erstaunt kaum, dass solche Vorgänge wie 2009 und jetzt viele Verschwörungstheoretiker auf den Plan gerufen hat!
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Re: Die Zeit der Corona-Krise

Beitragvon nyra » Mi 5. Aug 2020, 09:57

Joa hat geschrieben:Wie sich die Vorgänge gleichen! :shock: Ich habe mir den Film zwar nur 10min lang angesehen, doch man weiß auch dann Bescheid! Da kann man Trump nur recht geben, dass er die Zahlungen Amerikas an die WHO einstellen ließ und aus diesem Verein austritt! Als winziges Rädchen hat man allerdings keinen wirklichen Durchblick und es erstaunt kaum, dass solche Vorgänge wie 2009 und jetzt viele Verschwörungstheoretiker auf den Plan gerufen hat!

Seit Jahrzehnten erleben wir Panikmache wegen der jeweiligen Grippewelle. Im Januar 1999, in meinem letzten Berufsjahr, habe ich eine Abhandlung über Risikokommunikation geschrieben für die Lehrer, die ich in Journalismus unterrichtet habe (damals konnte man tatsächlich noch zwischen gutem und schlechtem Journalismus unterscheiden, wenn es auch bei den guten Zeitungen schon deutliche Erosionserscheinungen gab). Anlaß war für mich die damalige Grippepanik, und als Aufhänger habe ich ein seitenlanges Grippe-Elaborat der Zeitschrift Focus genommen, das schon mit einem gräßlichen Titelbild anfing. Ich konnte das alljährliche Grippegetue einfach nicht mehr ertragen. Anfang dieses Jahres hatten wir es wieder, bis dann alles auf Corona einschwenkte. Corona klingt ja auch viel bedrohlicher, weil "neu", noch nie dagewesen und deswegen fast wie die Pest ... Seit Ende meiner Berufstätigkeit habe ich keine Zeitung mehr gelesen und keine Fernsehnachrichten mehr angeschaut und deswegen auch die jeweiligen Grippe- und sonstigen Krankheitspanikwellen kaum mehr mitgekriegt.

Die Schweinegrippe hatte ich übrigens selbst, habe es aber erst dieses Jahr gemerkt, als ich mir auffiel, daß meine letzte (= die zweite in diesem Leben) Grippe in die Zeit der Schweinegrippe fiel. Naja, ich habe sie ja überlebt, wie die meisten Leute. :)

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Re: Die Zeit der Corona-Krise

Beitragvon Joa » Mi 5. Aug 2020, 10:59

nyra hat geschrieben:... , aber ich kann nicht anders. :cry:

Das wird nun langsam verständlich! :mrgreen:

nyra hat geschrieben: Im Januar 1999, in meinem letzten Berufsjahr, habe ich eine Abhandlung über Risikokommunikation geschrieben ...

Deinen Artikel habe ich leider nicht gefunden? Die Aufzeichnungen über Risikokommunikation dürften nicht bis ins Jahr 1999 zurückreichen?
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Re: Die Zeit der Corona-Krise

Beitragvon nyra » Mi 5. Aug 2020, 12:14

Joa hat geschrieben:Deinen Artikel habe ich leider nicht gefunden? Die Aufzeichnungen über Risikokommunikation dürften nicht bis ins Jahr 1999 zurückreichen?

Natürlich nicht. Es gab (und gibt vielleicht immer noch :denk: ) Kommunikationswege außerhalb des Internets. Gibt es eine Möglichkeit, pdf's zu senden? Andererseits: Es wird dich nicht wirklich interessieren.

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Re: Die Zeit der Corona-Krise

Beitragvon Joa » Mi 5. Aug 2020, 12:27

nyra hat geschrieben:Es gab (und gibt vielleicht immer noch :denk: ) Kommunikationswege außerhalb des Internets. Gibt es eine Möglichkeit, pdf's zu senden? Andererseits: Es wird dich nicht wirklich interessieren.

Ist zwar mit Hilfe des Internet, aber doch die einfachste Möglichkeit ein .pdf als Anhang mit einer Email zu versenden! :blinzeln:
Da hast du wahrscheinlich recht, vor allem wenn es einigermaßen umfangreich ist! :mrgreen:
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Re: Die Zeit der Corona-Krise

Beitragvon nyra » Mi 5. Aug 2020, 12:39

Joa hat geschrieben:... doch die einfachste Möglichkeit ein .pdf als Anhang mit einer Email zu versenden! :blinzeln:

Da hast du wahrscheinlich recht ...

... vor allem wenn es einigermaßen umfangreich ist! :mrgreen:

Das habe ich ausprobiert (d. h. eine Mail an mich geschickt). Es dauerte ziemlich lang, bis es bei mir ankam, und dann noch lange, bis ich es öffnen konnte.

Höchstwahrscheinlich.

Es ist einigermaßen umfangreich, mit vielen Literaturzitaten und Quellenangaben, damit es der akademisch gebildete Adressatenkreis auch ernst nimmt. :lol:

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Re: Die Zeit der Corona-Krise

Beitragvon Joa » Mi 5. Aug 2020, 12:45

nyra hat geschrieben:Das habe ich ausprobiert (d. h. eine Mail an mich geschickt). Es dauerte ziemlich lang, bis es bei mir ankam, und dann noch lange, bis ich es öffnen konnte.

Höchstwahrscheinlich.

Es ist einigermaßen umfangreich, mit Fußnoten und allem Drum und Dran, damit es der akademisch gebildete Adressatenkreis auch ernst nimmt. :lol:

Das weist vermutlich darauf hin, dass der Anhang (.pdf) doch eher riesig sein muss! :allgood:

:)

So wie sich der Journalismus entwickelt hat, dürfte deine Abhandlung auf wenig fruchtbaren Boden gefallen sein! :mrgreen:
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Re: Die Zeit der Corona-Krise

Beitragvon nyra » Mi 5. Aug 2020, 13:11

Joa hat geschrieben:So wie sich der Journalismus entwickelt hat, dürfte deine Abhandlung auf wenig fruchtbaren Boden gefallen sein! :mrgreen:

Sie hat sich an Lehrer (und natürlich auch an Lehrerinnen und was es da an weiteren Varianten gibt :blinzeln: ) gerichtet, die Oberstufenschüler im Umgang mit Zeitungen und auch im journalistischen Schreiben unterrichteten. Bezahlt wurde das von der F.A.Z., für die man damals noch guten Gewissens arbeiten konnte*). Der Journalismus hat davon nix mitgekriegt, mit Ausnahme der F.A.Z. selbst; zwei Redakteure haben mir erzählt, daß meine Arbeiten in der Volontärsausbildung verwendet würden (mit dem Zusatz: "Aber sagen Sie keinem, daß ich es Ihnen gesagt habe" - die Redaktion der F.A.Z. war nämlich ein elitärer und arroganter Haufen, der nie offiziell zugegeben hätte, daß sie von einem Nicht-F.A.Z.-Redakteur was lernen könnten :lol: ).

*) Ich denke mit Schrecken daran, wie es wäre, wenn man mich heute mit so einer Arbeit beauftragte. Und ich denke mit großem Mitgefühl an alle, die den Beruf des Journalisten aus Idealismus ergriffen haben (und das werden auch heute noch sehr viele sein) - wie kommen die klar mit ihrem Gewissen und mit dem, was sie derzeit tun sollen? Und das trifft derzeit auf sooo viele Berufe zu. :(

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Re: Die Zeit der Corona-Krise

Beitragvon Joa » Mi 5. Aug 2020, 13:30

nyra hat geschrieben: Ich denke mit Schrecken daran, wie es wäre, wenn man mich heute mit so einer Arbeit beauftragte. Und ich denke mit großem Mitgefühl an alle, die den Beruf des Journalisten aus Idealismus ergriffen haben (und das werden auch heute noch sehr viele sein) - wie kommen die klar mit ihrem Gewissen und mit dem, was sie derzeit tun sollen? Und das trifft derzeit auf sooo viele Berufe zu. :(

Danke für deine Ausführungen und amüsanten Beschreibung der seinerzeitigen Verhältnisse bei der FAZ! :)

Tja, jede Zeit hat so ihre besonderen Eigenheiten, aber vielleicht hilft die Coronakrise sogar, daran etwas zu verbessern, denn irgendwann werden sich die Leute nicht mehr alles gefallen lassen, aber werden wir das noch erleben? :denk:
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